Erstmalig 2 ausgebildete Trainerassistenten in der Wadokai–Karateabteilung des SV-Nordenham!

Mit Erfolg absolvierten jetzt 2 Nordenhamer Karatesportler des SVN ihre Ausbildung zum Trainerassistenten. Es sind Kai Büsing und Wilhelm Spomer die das überregionale und ebenso stilrichtungsübergreifende Ausbildungsangebot des BKV – Bremer Karate Verbandes – annahmen und somit ihre Kenntnisse und Fertigkeiten offiziell erweitern konnten.

Das schon seit einigen Jahren gut eingespielte Referententeam, bestehend aus dem Bremer–Lehrwart, Andreas Seiler- 7. Dan Shotokan-Karate sowie Frank Steffen – 5. DAN Wado-Ryu-Karate, beide mit der A–Trainerlizenz, unterrichtete in Theorie und Praxis die folgenden Themen: Sportpolitik, Sportpädagogik, Sportbiologie, allgemeine Trainingslehre, Spezifika des Karate–Do sowie Karate im Breitensport. Dabei wurden im Wechsel Theorie und Praxis durchgeführt, bei denen die Teilnehmer ihre Kenntnisse sowie Lehrfähigkeiten, auch mittels einer Präsentation – Lehrprobe – zeigen mussten, und diese dann auch von den Lehrreferenten bewertet wurde.

Wieder beim Heimtraining nahmen die 2 Assistenztrainer die Glückwünsche des Abteilungsleiters und Trainers, Claus Bleckert – 3. DAN Wadokai-Karate, sowie der Abteilungskollegen gerne entgegen.

Ingo Lukes

Kampfsportler des SV-Nordenham beim 6. Anwenderlehrgang in Gnarrenburg dabei!

Gnarrenburg, 10.11.2018.

Am 6. Anwenderlehrgang in Gnarrenburg nahmen die Karate- und Ju-Jutsu Sportler des SV-Nordenham gemeinsam teil. Bei diesem Lehrgang standen besonders 2 Aspekte im Vordergrund. Zum einem wurde schwerpunktmäßig die richtige Anwendung der erlernten Karateabwehr- bzw. die Gegenangriffstechniken mit optimalem Körpereinsatz und Atmung einzeln, wie auch in Kombination am Partner trainiert und weiter verfeinert. Wobei die Zielflächen der Verteidiger auf die zentralen Nervendruckpunkte als gewollte Vitalpunktstimulation, entsprechend dem Kyusho-Jitsu ausgeführt wurden. Schnelle karatemäßige Tritt-, Schlag- oder Tritt-Schlagkombinationen wurden in zügiger Abfolge an den Pratzen mit unterschiedlich graduierten Partnern ausgeführt.

Der andere Schwerpunkt lag diesmal auf dem Umgang mit dem Langstock (Bo), dem Tonfa – einem kurzen Schlagstock mit charakteristischem Quergriff – sowie dem Sai, auch Saigabel oder Dreizack genannt. Diese 3 genannten Waffen sind ein fester Bestandteil des kampfsportmäßig eigenständigen Kobudo. Unter Kobudo versteht man im allgemeinem den Kampf mit alltäglichen Geräten, die von den Einwohnern Okinawas als Waffen genutzt wurden, da die damalige einfache Landbevölkerung offiziell keine regulären Waffen tragen bzw. nutzen durfte. Bei diesen Trainingseinheiten ging es um die grundlegende Handhabung dieser 3 genannten historischen Waffen.

Die beiden Organisatoren und Ausrichter der Gnarrenburger Karateabteilung, Yvonne Betke und Sascha Ryll, konnten fürs Karatetraining mit Werner Buddrus, 7. DAN und 3. DAN Kyusho-Jutsu, Jan Meinke und Marco Stelljes, beide 3. DAN, sowie Yvonne Betke, 2. DAN, ein sehr hochrangiges und eingespieltes Trainerteam gewinnen, welches sämtliche Karatelehrgangsthemen professionell abdeckte. Mit Olaf Seifert, 1. DAN und spezialisiert auf Gewaltschutztraining, übten die Teilnehmer das Erkennen von Gefahrensituationen, dem Ausweichen, die Deeskalierung, aber auch das konsequente Handeln, wenn notwendig. Für den zeitgleich stattgefundenen Bereich der Handhabung sowie dem Kampf mit historischen Waffen konnten die Ausrichter mit Dr. Hagen Walter aus Jena, 4. DAN Kobudo und 4. DAN Shorin-Ryu, sowie unterstützend Hans-Günter Krauskopf, 1. DAN, zwei optimale Trainer gewinnen, die ihren Trainingsschwerpunkt genau in diesem Bereich haben. Von den rund 90 Teilnehmern aus den umliegenden Vereinen, die auch gerne eine längere Anfahrt in Kauf nahmen, waren gut 60 Erwachsene und 30 Kinder am Start.
Zum Lehrgangsende bekamen die Ausrichter und ihr Helferteam der Cafeteria sowie die Trainerinnen und Trainer ein großes Dankeschön für ihren hervorragenden Einsatz sowie die Fähigkeit, die Teilnehmer immer wieder für den Karate- bzw. Kobudosport zu begeistern.

Ingo Lukes

Besuch von Dr. Hagen Walter

Es war eine Ehre – 6. Karate-Anwender-Lehrgang mit Weltmeister Dr. Hagen Walter

Gnarrenburg, 10.11.2018.

Es waren rund neunzig Karateka, die in diesem Jahr ins bescheidene Gnarrenburg reisten. Etliche Kilometer wurden dabei durch halb Niedersachsen zurückgelegt. Das Ziel: Der 6. Karate-Anwender-Lehrgang des TSV Gnarrenburg. Neben dem außergewöhnlichen Programm erklärte sich die hohe Beteiligung auch durch den Besuch des Ehrengastes: Dr. Hagen Walter – seines Zeichens Weltmeister im Kobudo; also dem Kampf mit traditionellen Waffen.

Der Anwenderlehrgang glänzte nun schon zum sechsten Mal durch seinen Blick über den Tellerrand. Das Karatetraining unterteilt man gern in drei grobe Bereiche: das Erlernen der Grundtechniken, das Erlernen des freien Kämpfens sowie das Erlernen der Katas – das sind vorgegebene Bewegungs- und Angriffsabfolgen. Beim Anwenderlehrgang wurden andere Themen aufgegriffen: das gezielte Angreifen von Nervendruckpunkten, Gewaltschutz- und Stresstrainings oder das Verhalten im Bodenkampf. Einen Schwerpunkt dabei bildete die Einführung in drei Kobudo-Waffen: den Bo (Langstock), die Tonfa (Schlagstock) sowie den Sai (metallischer Dreizack). Für diese Einheiten konnte Dr. Hagen Walter gewonnen werden, der aktuellen Weltmeister in der Handhabung des Sai. Walter hinterließ einen bleibenden Eindruck bei den Lehrgangsteilnehmern, z.B. durch seine Schnelligkeit, die Klarheit in den Techniken und sein selbstbewusstes Auftreten. Außenstehende werden vielleicht schmunzeln, wenn einige Karatekämpfer auch seinen "Hüfteinsatz" lobten. Dieser ist besonders wichtig für das kraftvolle Ausführen von Schlägen. Ein teilweise schmerzhaftes Privileg war es da auch, dem Meister für Demonstrationszwecke herhalten zu dürfen.

Am Ende des sechsstündigen Lehrganges gingen die Teilnehmer sehr zufrieden und mit neuer Trainingsmotivation aus der Halle. Für 2019 ist ein weiterer Lehrgang geplant und schon jetzt freut sich der Verein auf neue, spannende Themen.

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