Techniken

Aufnahmen teilweise aus Kono-Büchern

Ashibarai

Fußfeger zum Standbein des Gegners (als Wurf) oder um das Gleichgewicht zu stören, als Vorbereitung einer Folgetechnik.





Ausführungsbeispiel Kihon(Grundschule)


Sensei T.Kono

(250 KB)








Ausführungsbeispiel Kumite(Freikampf)


Angriff: Gyakuzuki+Osotogari

(423 KB)



Gyakuzuki
Ein gerader Fauststoß bei dem der Schlagarm gleich der Seite des hinteren Beines entspricht. Der Schlag wird im Kihon(Grundschule) meist in Zenkutzu Dachi ausgeführt.

Ausführungsbeispiel Kihon(Grundschule)


Sensei T.Kono

Beispiel 1



Beispiel 2




Ausführungsbeispiel Kumite(Freikampf)


Angriff: Gyakuzuki +Nagashizuk

Beispiel 1

Junzuki

Ein gerader Fauststoß bei dem der Schlagarm gleich der Seite des vorderen Beines entspricht. Der Schlag wird im Kihon(Grundschule) meist in Zenkutzu Dachi ausgeführt.

Ausführungsbeispiel Kihon(Grundschule)




Ausführungsbeispiel Kumite(Freikampf))


Angriff Junzuki/Gyakuzuki

anschauen (432 KB)


Kata

Die Bedeutung der Kata (Formübungen)


Die Kata-Varianten, die von Teruo Kono als Schüler von Hironori Ohtsuka vermittelt wurden, orientieren sich an den chinesischen oder okinawanischen Vorbildern, sowohl von der Kata-Technik her, als auch von den Namen der Kata.
Dies ist darauf zurückzuführen, dass Hironori Ohtsuka sich in den dreißiger und vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts nicht der nationalen Bewegung in Japan anschloss und alle nicht japanischen Worte in den Kampfkünsten japanisierte.

Aus der chinesischen Tradition heraus wurde in den Kata viel Wert auf die Vitalpunkte, die Esoterik und den Gesundheitsaspekt gelegt.
Da die Kampfkünste in Japan lange Zeit verboten waren, gibt es die äußere Form der Kata (den Ablauf, die Form) und die Aussage der Kata, um die Art der Ausführung zu verdeutlichen (z.B. "Bilder" wie bei Bassai = Sturm auf die Festung).
Der innere Sinn (Gokuhi) oder das versteckt Überlieferte (Okuden) einer Kata soll durch die Auseinandersetzung mit der Kata und die Übung der äußeren Form entdeckt werden. Im Budo ist daher der mentale Zugang zu einer Kata wichtiger als der analytische.
Über die äußere Form zum Sinn vorzudringen ist ein Zen-Aspekt.

Eine Kata muss immer mit Würde vorgetragen werden, um nicht nur den Kampfaspekt zu betonen, sondern auch die moralische Legitimation des Kämpfens sicher zu stellen.
In den ursprünglichen Kata, wie auch heute noch in einigen Wado Katas, war es vom Ablauf her nicht vorgesehen, die Kata auf der gleichen Stelle zu beginnen und zu beenden. Diese Festlegung wurde erst vor allem durch Nakayama (Shotokan-Stil) eingeführt und dann für die sportlichen Wettkämpfe übernommen.

Für Hironori Ohtsuka war Chinto die höchste Kata. Auch die Reihenfolge setzte er anders als heute. Für ihn kam erst die Pinan Shodan (Sho=eins) und dann die Pinan Nidan (Ni=zwei). Obwohl auch er die Pinan Shodan für schwieriger hielt als die Pinan Nidan, sprach er sich gegen eine Änderung der Reihenfolge beim Erlernen aus.
Dann folgte Kushanku, da sich die Pinan Katas aus der Kushanku entwickelt haben. Danach kam Naihanchi, dann Seishan und schließlich Chinto.
Es ist besser, nur wenige Kata zu üben, diese aber dafür zu beherrschen, so seine Meinung. Eine Kata wird dann beherrscht, wenn deren Sinn klar ist, man sich einen Gegner vorstellen kann und keine physischen und psychischen Ungenauigkeiten bei der Ausführung auftreten.
Ohtsuka gibt für die generelle Ausführung der Kata folgende Tipps: Es soll der ganze Körper gleichzeitig eingesetzt werden, nicht zu viel mit Spannung gearbeitet werden, ein Bewegungsfluss muss noch möglich sein und man soll immer bereit sein, zu jeder Zeit in alle Richtungen zu reagieren.


Pinan-Katas

Pinan-Katas

Die Pinan Kata sind aus der Kushanku entstanden. Sie sollen einzelne Aspekte der Kushanku vermitteln, z.B. Richtungsänderungen, Techniken, Kombinationen von Techniken, Diagramme des Ablaufs (Enbusen).
Pinan bedeutet "friedfertiger Geist".
Im WadoKai ist traditionsgemäß die Pinan Nidan die erste Kata, obwohl Nidan bedeutet, dass dies die zweite Kata ist. Aber da sie vom Ablauf und den Techniken her für einfacher erlernbar als Pinan Shodan gehalten wurde, wurde in den Prüfungsprogrammen diese Reihenfolge gewählt.




Naihanchi

Diese Kata soll im 17. Jahrhundert von einem Chinesen Namens Ason nach Okinawa gekommen sein. Nach Hironori Ohtsuka geht die Naihanchi in der vorliegen den Form auf Kibe Choki (Ryu-Kyu) zurück.
Die Naihanchi mit dem Naihanchi Dachi wurde oft als "Reiter"-Stellung definiert, da die Fuß- und Beinstellung an einen Reiter erinnert. Die eigentliche Bedeutung ist aber "seitwärts kämpfen". Die Fußstellungen dieser Kata werden ausgeführt (daher die spezielle Spannung) als wenn man auf glitschigen, moosbewachsenen Steinen stehen würde. Diese Kata soll früher auf engem Raum z.B. auf Brücken oder Balken trainiert worden sein.
Der Naihanchi Dachi ist eine nicht so tiefe Stellung, die der ursprünglichen Stellung entspricht und einen kämpferischen Vortrag der Kata erlaubt. Es gibt drei Naihanchi Katas, aber Ohtsuka hielt nur die erste für wichtig.




Kushanku

Kushanku war im 18. Jahrhundert ein chinesischer Offizier auf Okinawa. Von ihm soll die Kushanku stammen (ca. 1760). Diese Kata soll kämpferisch vorgetragen werden. Sie beginnt mit einem "Blick in den Himmel". Diese Bewegung ist als Symbol für die Sonne, die immer wieder aufgeht zu verstehen und bedeutet gleichzeitig, alles geht immer irgendwie weiter (= alle Probleme im Leben sind zu lösen).
In der Kata sind viele Wechsel beim Kraftaufwand, in den Schwerpunktänderungen und in den Techniken. Symbolisch soll dies darauf hindeuten, dass Veränderungen etwas Natürliches sind und zusammen mit der ersten Bewegung bedeuten sie die Einheit des Universums.




Chinto

Besonders auffällig an der Chinto sind die Stellungen auf einem Bein. Sie symbolisieren den Kranich (das Wappentier Japans), der für Unsterblichkeit und Weisheit steht.
Der Schwerpunkt dieser Kata liegt in dem Wechsel der Stellungen und der Höhe des Schwerpunktes. Durch die einbeinigen Stellungen wird besonders das Gleichgewicht geschult. Die Chinto besteht zum Großteil aus schnellen, flüssigen Bewegungen, die am Ende in eine langsame, konzentrierte Bewegung einmünden, bevor als Schluss noch einmal ein plötzlicher Höhepunkt gesetzt wird.
Für die Chinto braucht man eine konzentrierte, entspannte Geisteshaltung. Sie soll Überlegenheit durch Ausstrahlung vermitteln. Man wartet auf die Blöße des Gegners, um ihn dann plötzlich anzugreifen.




Seishan

Die Seihan ist eine Kata zur Übung der Kraft und Ausdauer, sowie des Gefühls für die Festigkeit des Standes und die korrekte Haltung des Körpers. Sie dauert ca. 60-120 Sekunden. Die Einatmung erfolgt langsam und leise durch die Nase. Die Luft füllt von unten beginnend die Lungen. Die Atmung soll ungestört, gleichmäßig und unmerklich sein. Die Ausatmung erfolgt mit offener Kehle und lockerer Zunge. Dazu wird der Bauch zunehmend angespannt und die Luft in drei langsamen kraftvollen Atemzügen herausgedrückt. Wenn man glaubt, alle Luft sei aus der Lunge heraus, dann wird noch einmal stark gepresst, um den letzten Rest der Luft herausdrücken. Der langsame Teil der Kata ist quasi zum Energie sammeln und der schnelle Teil zum Energie herauslassen. Dieser Wechsel muss abrupt erfolgen.

Maegeri

Ein gerader Fußtritt nach vorne. Das tretende Bein wird, bis der Oberschenkel waagrecht ist, angehoben.Danach folgt der Kick zum Zielpunkt. Die Trefferfläche ist dabei der Fußballen.





Ausführungsbeispiel Kihon(Grundschule)


Sensei T.Kono

(250 KB)








Ausführungsbeispiel Kumite(Freikampf)


Konter Maegeri

(433 KB)



Mawashigeri

Mawashigeri ist ein Halbkreisfußtritt. Die Trefferfläche ist der Spann (im Wettkampf zum Kopf) oder der Fußballen beim Tritt zur Körpermitte.





Ausführungsbeispiel Kihon(Grundschule)


Sensei T.Kono

(294 KB)








Ausführungsbeispiel Kumite(Freikampf)


Direkter Konter gegen Tobikomizuki

(463 KB)



Nagashizuki

Bei Nagashizuki wird der Gegenangriff mit der vorderen Faust bei gleichzeitigem starken herausdrehen des Körpers, mittels Hüftdrehung, aus der Angriffsrichtung ausgeführt.



Ausführungsbeispiel Kihon(Grundschule)


Sensei T.Kono

Beispiel 1 (376 KB)



Beispiel 2 (489 KB)







Ausführungsbeispiel Kumite(Freikampf)


Konter Nagashizuki gegen Gyakuzuki

(463 KB)


Sokuto

Fußtritt zur Seite, mit starkem gleichzeitigem Hüfteinsatz. Beim Sokuto soll die Fußkante auftreffen.





Ausführungsbeispiel Kihon(Grundschule)


Sensei T.Kono

(192 KB)








Ausführungsbeispiel Kumite(Freikampf)


Direkter Konter gegen Tobikomizuki

(463 KB)



Ushiromawashigeri

Halbkreisfußtritt von hinten mit dem Hacken oder der Fußsohle meist zum Kopf des Gegners.

Ausführungsbeispiel Kihon(Grundschule)


Sensei T.Kono

Beispiel








Ausführungsbeispiel Kumite(Freikampf)


Konter mit Ushiromawashigei gegen Gyakuzuki.

Beispiel